Russland lenkt im Streit um TIR ein

TIR-Streit: Aufgeschoben ist nicht aufgebhoben
Foto: Auto-Medienportal.Net/MAN

 

Russland ist in Geberlaune: Nach dem außenpolitischen Erfolg im Syrienkonflikt hat die Russische Konföderation jetzt im TIR-Streit eingelenkt. Vorerst sind Transporte von und nach Russland mit Carnet-TIR weiterhin möglich.

Der 14. September galt bisher als das Datum, ab dem das Carnet-TIR in Russland nicht mehr als alleinige Transportsicherung ausreicht. Wie die International Road Transport Union (IRU) meldet, ist dieses Datum nun zumindest aufgeschoben. Demnach erhielten alle russischen Zollbüros die Anweisung, dass die von der Bundeszollbehörde der russischen Föderation (FCS RF) geplanten verschärften Sicherungsbedingungen nur in den Büros anzuwenden sind, „die den sibirischen und fernöstlichen regionalen Zollbehörden unterstehen.“

Im TIR-Streit den Empfehlungen der IRU folgen

Diese Anweisung stammt direkt von Andrei Belyaninov, Leiter der FCS RF. Dennoch, so die IRU, dürfe man nicht davon ausgehen, dass die Zollabfertigung an den russischen Grenzen komplett problemlos ablaufe. Deshalb sollen Transporteure von und nach Russland die Empfehlungen auf der Website IRU befolgen. Diese besagen beispielsweise, dass Fahrer auf eine schriftliche Bestätigung seitens der Zollbeamten bestehen sollen, falls sie sich weigern, die TIR-Dokumente anzuerkennen.

Überdies bietet die IRU am 14. und 15. September eine Hotline für TIR-Probleme an. Die Hotline in Englisch, Französisch und Russisch ist unter +41 22 918 20 58 zu erreichen. Hilfe bietet die IRU ebenso an unter hotline@iru.org. Eine weitere Entscheidung im TIR-Streit ist zudem nicht vor Mitte Oktober zu erwarten, wenn das Thema verhandelt wird.

Weitere Informationen zum TIR-Streit auf unserem Blog.

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