Darauf müssen Sie beim Kauf von gebrauchten Baumaschinen achten

Darauf müssen Sei beim Kauf von gebrauchten Baumaschinen achten
Foto: New Holland Construction

Radlader oder Bagger werden im Betrieb stark beansprucht, daher sollte man beim Kauf gebrauchter Baumaschinen auf einige Dinge besonders achten. Eines der größten Unternehmen in Sachen Handel, Vermietung und Service von Baumaschinen ist HKL. Christian Schmidt arbeitet seit 22 Jahren bei HKL-Baumaschinen und ist verantwortlich für den Vertrieb. Er gibt Tipps für die Besichtigung der gebrauchten Baumaschinen.

„Wie beim normalen Autokauf zählt zunächst der optische Gesamteindruck. Ist das Gerät schon von außen beschädigt und stark verbeult? Wie sieht der Innenraum aus – sauber und einigermaßen gepflegt oder völlig runtergekommen?“ Daran lässt sich schnell erkennen, wie Fahrer und Firma mit dem Gerät umgegangen sind.
Details lassen sich bei genauerem Hinsehen entdecken: Achten Sie darauf, dass Reifen oder Ketten in gutem Zustand sind. „Bei einem kleinen Radlader kostet ein Reifensatz gut 1.500 Euro, bei größeren Ladern oder gar Kettenbaggern kommen schnell mehrere tausend Euro für neue Reifen oder Ketten zusammen“, sagt der Experte von HKL. Überprüfen Sie alle Hydraulikleitungen und -anschlüsse auf Korrosion und Dichtheit, dazu das Fahrzeug am besten warmfahren und die Anbauteile bewegen. Der Austausch defekter Hydraulikpumpen kann so teuer sein, dass sich etwa bei älteren Minibaggern eine Reparatur kaum lohnt. Lassen Sie sich daher bestenfalls alle Wartungsnachweise und Maschinenprüfberichte zeigen, dazu gehören die Protokolle der vorgeschriebenen UVV-Prüfungen und Sicherheitsprüfungen. Je nach Verkäufer kann man sich durch verschiedene Garantien, etwa auf den Antriebsstrang, gegen teure Reparaturen absichern.

Anzahl der Betriebsstunden bei Baumaschinen nur bedingt aussagekräftig

Hinsehen heißt es auch bei Zusatzgeräten wie Schaufeln oder Greifern. „Irgendwann ist die Schneide einer Schaufel verschlissen oder die Zähne sind abgenutzt. Auch der Schaufelboden wird im Laufe der Zeit immer dünner, wenn er ständig über den Boden schabt“, sagt Christian Schmidt von HKL-Baumaschinen. Ebenfalls oft verschlissen sind Buchsen, Bolzen und Lager der Ausleger aller Baumaschinen, seien es Radlader oder Bagger.

Allein anhand der Betriebsstunden lässt sich übrigens nicht pauschal sagen, ob eine gebrauchte Baumaschine noch brauchbar ist oder finanziell ein Reinfall werden kann. „Während etwa bei Minibaggern 3.000 oder 4.000 Betriebsstunden schon viel sein können, sind für große Kettenbagger selbst 10.000 Betriebsstunden noch vertretbar“, sagt Christin Schmidt und ergänzt: „Das hängt aber immer individuell von der Wartung und dem Einsatzgebiet der Maschine ab.“

Sehr viele Gebrauchtmaschinen verkauft HKL ins Ausland, besonders aus Skandinavien kommen Anfragen nach gut gewarteten Maschinen. Auch nach Russland werden viele Baumaschinen verkauft, eher schwierig laufe es hingegen in den südeuropäischen Ländern.


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